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Der Geldverkehr zwischen Kriegsgefangenen und Heimat

Lubor Kunc

Erst Mal veröffentlicht in dem Rundschreiben der ArGe Feld-und-Zensurpost 1914/18

 

Cesky obsah :

Tento text se zabyva penznim stykem mezi rakousko-uherskymi zajatci v Rusku a zazemim v dobì první svetove války .

English Summary:

The text deals with money transfers between Austro-Hungarian soldiers in Russia and home land during WWI

 

Ein wichtiger Teil der existierenden Korrespondenz der Soldaten aus dem ersten Weltkrieg ist durch die Briefe und Karten der Kriegsgefangenen gebildet. Die Soldaten sowie die Kriegsgefangenen brauchten aber auch das Geld, um ihr Schicksal zu erleichtern. Ein Freund hat für seine Sammlung die folgenden Belege gefunden, die das Thema sehr schön ergänzen.

Beleg Nr. 1 ist eine schwedische Korrespondenzkarte für den Geldverkehr der Kriegsgefangenen und Internierten mit dem vorgedruckten Text der Deutschen Bank, die am 26. Juni 1916 aus Stockholm nach Tuskestan in Rußland geschickt wurde. Der Beleg informierte den Empfänger, dass die Deutsche Bank überweist Geld an ihn durch die Sibirische Handelsbank. Die Karte wurde über Petrograd (St. Petersburg) (seihe den Zensurstempel Petrograd) sowie Stadt Taschkent (siehe den Poststempel) geleitet.

Die zweite Karte ist ein Formular von “Gemeinsames Zentralnachweisebureau” Wien. Auf dem Formular bestätigt das Büro dem Sender die Übergabe des überwiesenen Geldes an den Kriegsgefangenen. Als Grund für solche Bestätigung diente die erste Karte mit handschriftlichen Vermerk “obdržel” (erhalten auf Tschechisch) und Datum. Die Karte wurde aus Wien nach Nový Rychnov (Neu Reichenau, in der heutigen Tschechischen Republik) am 30. Dezember 1916 geschickt.

Es ist zu erkennen, dass die Geldüberweisung sehr lange dauerte (von Juni bis zum Dezember 1916). Das ist aber nicht überraschend, das Geld sollte die Grenzen der feindlichen und neutralen Staaten übergehen und die Menge solcher Zahlungen war sicher sehr hoch .

Weiß jemand aus den Lesern das genaue Verfahren für den Geldverkehr zwischen Österreich und Rußland (oder auch anderen feindlichen Staaten)? Wurden mit der Aufgabe nur ausgewählte Banken beauftragt oder darf jede Bank die Geschäfte anbieten? Und könnten die Dienste nur durch Schweden oder auch durch andere Staaten (z.B. die Schweiz) durchgeführt werden ?

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